SPD Unterbezirk Kassel-Stadt

„Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum besinnt Euch auf eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll.“ Willy Brandt

Auf den Seiten des SPD-Unterbezirks Kassel-Stadt heiße ich Sie herzlich willkommen!

Schön, dass Sie den Weg zu uns gesucht und gefunden haben.

Mit rund 1500 Mitgliedern in 21 Ortsvereinen ist die SPD eine starke politische Kraft in Kassel.

Wir wollen Ihnen mit unseren Informationen einen Überblick über aktuelle Termine und Nachrichten, interessante Links sowie eine Übersicht über unsere Aktivitäten in der Kommunal-, Landes-, Bundes- und Europapolitik geben.

Sie erfahren, auf welchen Wegen die innerparteiliche Meinungsbildung in der SPD vollzogen wird und warum wir uns wie entschieden haben.

In den Ortsvereinen und Arbeitsgemeinschaften können auch Menschen mitarbeiten, die nicht Mitglied der SPD sind, aber über die politischen Ziele der SPD gleichwohl mitdiskutieren möchten. Wir sind an Ihrer Meinung interessiert.

Klicken Sie sich hier auf der Internetseite durch, besuchen Sie uns bei facebook, kommen Sie zu einem unserer Termine vor Ort.

Ich würde mich freuen, wenn Sie unser Angebot nutzen, um Vorschläge zu äußern, Kritik zu üben oder auch Lob auszusprechen. Und wenn Sie mögen: Nutzen Sie die Kontaktmöglichkeiten zu uns, zu den Mitgliedern des Vorstands, der Arbeitsgemeinschaften, der Stadtverordnetenfraktion und den Abgeordneten aus Hessen, Bund und Europa.

Ich freue mich auf Ihre Anregungen!

Viel Spaß beim Surfen wünscht Ihnen

Ron-Hendrik Peesel

Organisationsstatut des SPD Unterbezirks Kassel-Stadt

Geschichte der SPD in Kassel

Wilhelm Pfannkuch – Begründer des SPD Bezirks Hessen-Nord

Die Kasseler SPD kann sich auf eine lange Tradition und eine erfolgreiche Arbeit für die Menschen und die Region berufen.

In Kassel und Umgebung waren es vorwiegend die Zigarrenmacher und die Henschelarbeiter, die für ganz Nordhessen zur Keimzelle der organisierten politischen Arbeiterbewegung wurden und die im März 1867 auf Einladung des Zigarrenmachers Heinrich Frigge einen Ortsverein des Lassaleanischen Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins gründeten, der bereits wenige Wochen späte 260 Mitglieder zählte.

Von Kassel aus entwickelte sich ein viele Lebensbereiche umfassendes lebendiges sozialdemokratisches Vereinswesen. Zu ihnen zählten Vereine mit sportlichen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Zielsetzungen, Konsum,- Spar und Bauvereine, Sanitäts – und Krankenkassen, Kulturvereine wie die „Casseler Freie Volksbühne“, Gesangvereine, Arbeiterturn -und Sportvereine und Radfahrvereine wie die „Solidarität“. Von Kassel aus wurde auch die Region sozialdemokratisch organisiert. Sozialdemokratische Vereine gründeten sich in z.B. in Wehlheiden (1899) und Niederzwehren (1902)., die später mit der Kasseler Organisation zusammengeschlossen wurden.

Die Kasseler Sozialdemokratie wurde durch Frauen und Männer geprägt, deren Werk und Wirken weit über Kassel und Nordhessen hinausweist.

Elisabeth Selbert, eine vor vier Frauen im Parlamentarischen Rat, setzte gegen große Widerstände durch, dass der Gleichberechtigungsgrundsatz im Artikel 3 des Grundgesetzes Verfassungsrang bekam und schuf damit die Grundlagen für die Gleichberechtigung der Frau in der Gesellschaft. Georg August Zinn, obwohl in Frankfurt geboren, hat als nordhessischer Politiker das moderne Hessen geschaffen. Zinns Wirken in Hessen setzte Holger Börner erfolgreich fort. Die Kasseler Stadtpolitik prägten sozialdemokratische Oberbürgermeister wie Lauritz Lauritzen, Karl Branner und Hans Eichel.

Länger zurück liegt das politische Lebenswerk Philipp Scheidemanns, der als Reichstagsabgeordneter, als Mitglied der Fraktionsführung in Berlin, als Vizepräsident des Reichstages, als Stellvertretender Vorsitzender der SPD und als Vorsitzender des Rates der Volksbeauftragten und als erster Reichsministerpräsident 1918 lange Zeit die Entwicklung der SPD und Deutschlands in einer besonders schwierigen Umbruchsituation wesentlich beeinflußt und gestaltet hat. Nach seinem Rückzug aus der Reichspolitik 1920 hat er als Oberbürgermeister von Kassel die Grundlagen für ein modernes, soziales und demokratisches Kassel geschaffen.

Scheidemann war es auch, der aus Anlaß der Rathauseinweihung in Kassel 1909 reimte:

Kasseler Dreiklassenhus
Was hot’n das for’n Sinn ?
De armen Luder bliewen drus.
De Reichen kommen nin!

denn das auf Männer beschränkte Wahlrecht war zudem an den Nachweis von Wohneigentum und an ein bestimmtes Jahreseinkommen gekoppelt.

Zu ihnen zählt Wilhelm Pfannkuch, der die er17-06-21-103837_OrganisationsstatutKassel-Stadt28.06.2014 sten großen Wahlerfolge für die nordhessische SPD einfuhr. 1884, während schwerster politischer Verfolgung der Sozialdemokratie unter dem „Sozialistengesetz“, kandidierte Pfannkuch im Wahlkreis Cassel/Melsungen für den Reichtstag und verbuchte einen sensationellen Erfolg. Es war der Beginn einer langen parlamentarischen Karriere Pfannkuchs, in der er mehrere Wahlkreise für die SPD vertrat. Auch Pfannkuch gehörte dem Rat der Volksbeauftragten an und präsidierte schließlich als Alterspräsident am 6.2.1919 der Nationalversammlung in Weimar.

Mit der Revolution 1918/1919 und den sozialdemokratische dominierten Arbeiter – und Soldatenräten begann nach mehr als 50 Jahren Verfolgungsgeschichte die erfolgreiche Verantwortungsgeschichte der SPD in und für Kassel und die Region.

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