Pressemitteilung

SPD verlangt Rücktritt des nordhessischen AfD-Vorstands

Sozialdemokratie in Stadt und Landkreis Kassel reagiert auf Nominierung von Neo-Nazi Christian Wenzel durch AfD

Die SPD fordert den Vorstand der AfD im Landkreis Kassel zum Rücktritt auf. „Nordhessen stand in den letzten 20 Jahren immer wieder im Fokus des rechtsradikalen Terrors. Die Nominierung des bekannten Neo-Nazis Christian Wenzel zum Kandidaten bei der Kommunalwahl trifft die Menschen in der Region mitten ins Herz“, sagte die Spitzenkandidatin der SPD im Landkreis, Manuela Strube, am Montagabend in Kassel. „Entweder, die AfD hofiert nun offen Neo-Nazis oder der AfD-Vorstand zieht klare Konsequenzen und tritt geschlossen zurück“, erklärte Strube. Sie bezeichnete es als unglaubwürdig, dass die AfD von den Umtrieben Wenzels nichts gewusst habe. Die AfD sei damit endgültig zum Auffangbecken für Neo-Nazis und Rassisten abgestiegen.

Die AfD hat den Neo-Nazi Christian Wenzel nach Bekanntwerden seiner Kandidatur erst am Montag aus der Partei ausgeschlossen. Wenzel steht als Parteiloser aber weiterhin zur Wahl auf dem 15. Platz der AfD-Liste im Kreis Kassel. „Mit der Nominierung eines bekannten Neo-Nazis sollte auch für die Letzten die AfD-Fassade der Bürgerlichkeit eingebrochen sein“, sagte der SPD-Spitzenkandidat für Kassel, Patrick Hartmann. „Das Schweigen der AfD Kassel hierzu ist ohrenbetäubend“, so Hartmann. „Wir brauchen mehr Vorbilder statt Feindbilder.“ Er erwartet, dass auch die AfD in Kassel sich unverzüglich von dieser Nominierung in ihrer direkten Nachbarschaft distanziert und Konsequenzen zieht.

v.l.: Manuela Strube, SPD-Spitzenkandidat im Kreis Kassel und Patrick Hartmann, SPD-Spitzenkandidat in Kassel
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